Bahnradfahren

Seit ein paar Jahren besitze ich ein Bahnrad und eine Lizenz für die Radbahn im Ferry-Dusika-Stadion in Wien.

Obwohl ich nur unregelmäßig zum Fahren komme, ist es in der kalten Jahreszeit eine schöne Möglichkeit Rennrad-Feeling aufkommen zu lassen.

Wenn man das erste Mal vor der Steilwandkurve steht, kann man sich nicht vorstellen, dass  das Fahren auf der 45º-Neigung funktioniert. Auf der Geraden hat die Bahn noch immer die hälfte Neigung der Kurve: 22,5º

Immer nur 250 Meter im Kreis fahren hört sich erstmal fad an. Aber es ist genau das Gegenteil. Kurzweilig und ein gutes Grundlagen-Training und auch für Intervalle.

An einem Bahnrad ist nicht viel dran. Es fehlt Schaltung, Bremsen und Freilauf. Aber dadurch übt den runden Tritt und durch Enge auf der Bahn bekommt man eine gute Übersicht was neben und hinter einem passiert.

Während der Hallensaison, von Anfang September bis Ende April, kann man sein Rad im Stadion absperren. Dadurch ist es leicht möglich, nach der Arbeit noch ein paar Runden abzuspulen.

Hier noch ein schönes Video vom Wiener Bahn-o-rama :

Burgenland extrem | Zu Fuß um den halben Neusiedler See

Warum will man Ende Jänner um den halben Neusiedlersee gehen?

Das ist eine gute Frage. Wirklich einladend ist diese Gegend in dieser Jahreszeit ja nicht gerade. Aber die Veranstalter vom Burgenland Extrem haben es geschafft, dieses Jahr 5.100 Leute zu motivieren, es zu versuchen. Die Startplätze waren zum ersten Mal ausverkauft.

Es gab 60, 80 oder 120 Kilometer zur Auswahl. Ich hab mich bei meinen ersten Versuch für die 60 Kilometer zwischen Apetlon und Oggau entschieden.

Eigentlich waren wir ja zu viert angemeldet, aber aus unterschiedlichsten Gründen war ich dann doch allein ins Burgenland unterwegs. Darum bin ich auch erst am Tag der Veranstaltung öffentlich bis nach Apetlon gefahren. Was sehr gut funktioniert hat. Ich bin um 5.02 Uhr in St. Pölten den Railjet gestiegen, und hab mich dann gegen 8 Uhr auf  meine Reise um den halben Neusiedlersee gemacht.

Bis zur Hälfte bei ca. Kilometer 30 war alles optimal. Die Sonne zeigte ich doch öfters als erwartet und Dank meiner Schitourhose und -Jacke konnte mir der starke, böige Wind auch nichts anhaben.

Aber nach 5 Stunden wurde das Gehen dann doch zäher und zäher. Nichts dramatisches. Aber die Belastung für die Beine wurde spürbar. Irgendwie gibts bei dieser Distanz/Strecke mir eine Grenze, wo die Komforzone endet. In meinen Gedanken versunken, bin ich sogar an der großen Laabe in Neusiedl vorbei. In Jois gabs dafür einen Besuch im Sparmarkt. Das Starten nach den Pause war wirklich nicht schön, darum hab ich auch nur zwei Mal kurz gerastet.

Im Nachhinein war ich dann sogar irgendwie froh, das ich allein gestartet bin. Hab so meine Geschwindigkeit selbst wählen können, und nur auf mich selbst konzentriert. Ein paar Kilometer bin ich gemeinsam mit anderen Teilnehmern gegangen, und hatte nette Gespräche, aber das eigene Tempo war dann doch wertvoller als die Begleitung.

Ich kann gut mit Ruhe und Stille umgehen, das war eine schöne Abwechslung zum hektischen Alltag. Auf den letzten Kilometern hab ich mich dann Podcasts gehört, und meine Gedanken zu fokusieren, und Abwechslung zu haben, weil mein Fahrwerk doch schon langsam etwas schmerzte und die Umgebung nach dem Einbruch der Dunkelheit noch trostloser wurde.

Es hilft auch besonders wenn man weiß, dass im Ziel jemand auf einen wartet und man deshalb nicht abbrechen kann.

Im Grunde hat mit die Veranstaltung sehr gut gefallen. Es war alles top organisiert. Die 60 Kilometer haben dieses Jahr für mich vollkommen gereicht. Ich kann mir im Moment auch nicht vorstellen, wie ich die längeren Distanzen hätte bewältigen sollen. Vielleicht mit ein paar Kilo weniger auf den Rippen und mehr Vorbereitung. Aber diese langen Strecken trainiert man ja auch nicht nebenbei. Und Anfängerfehler wie unnötiges Zeug im Rucksack werden mir auch nicht mehr passieren.

Die GPS-Uhr meint, das es fast 80.000 Schritte an Tag waren. Eigentlich unvorstellbar. Deshalb mein großer Respekt an die anderen Teilnehmer die die längeren Distanzen probiert haben.

Hier mein Eintrag auf Strava.

 

Sportjahr 2018

Wie schon in 2017, hat es in diesem Jahr wieder nicht ganz für die 10.000 Kilometer gereicht mit dem Rad gereicht. Aber alles zusammengezählt wars dann doch fünfstellig.

Es war ein gutes Sportjahr.

Im Frühjahr bin ich zum ersten Mal über 42 Kilometer weit gelaufen. Das hat ganz gut funktioniert. Aber Läufer wird aus mir keiner mehr werden.

Danach hab ich mich wieder aufs wesentliche konzentriert: Radfahren.

Strava hat meine Statistiken in einem schönen Video zusammengefasst:

Radsport-WM in Innsbruck

Wenn die wichtigen Rennen der Radsport-Saison für unserer Haustür stattfinden, kann man sich das nicht entgehen lassen. Die Radsport Weltmeisterschaft

Wir waren ab Mittwoch in Tirol und sind selbst ein paar Touren gefahren. Überall an der Strecke hat man schon das Radsportfieber gefühlt. Aber nichts im Vergleich zu Innsbruck, hier war wirklich die Hölle los.

Fans aus der ganzen Welt waren schon die ganze Woche in Innsbruck, es war ein großes Volksfest. Das geniale Wetter tat sein übriges dazu.

Wir sind die Strecke natürlich auch selbst abfahren. Hier auf Strava.

Das Highlight war für uns das Straßenrennen der Männer am Sonntag. Der schwerste Kurs der letzten Jahre. Mit der 28 % steilen Steigung in der Höttinger Höll. Die jetzt schon zu einer Legende im Radsport geworden ist. Wir haben es als Zuschauer am Gnadenwald sogar kurz ins Fernsehen geschafft.

Das Straßenrennen der Frauen hab ich mir direkt im Zielbereich der Innsbrucker Innenstadt angeschaut. Auch dort war die Stimmung genial.

Tiroler Bergwelt am Rennrad

Für die Radsport-WM in Innsbruck sind Erwin, Peter, Mike und ich für ein paar Tage ins Tiroler Unterland gefahren.

Da nur Zuschauen bei der WM Rennen zuwenig für uns gewesen wäre, sind wir ein paar auch selbst ein paar Anstiege in der Gegend gefahren.

Die Zillertaler Höhenstraße haben wir an einem Tag genossen. Die Straße ist nix für eine Frühjahrstour. Über die ganze Zeit kommen immer wieder steile Rampen, die besonders am Rennrad ziemlich unangenehm zu fahren sind. Hier auf Strava.

Am zweiten Tag gings zum Achensee und nach Alpbach, wie schon die gesamte Zeit war das Wetter wieder perfekt fürs Rad. Hier auf Strava.

Die paar Tage waren ein kleiner Ersatz für unsere Frankreich-Radreise, die im nächsten Jahr wieder eine Vorsetzung finden soll.