Winterliches Mähren

Zwischen den Weihnachtsfeiertagen und dem neuen Jahr hab ich wieder eine kurzen Ausflug nach Tschechien unternommen. Steve war schon wie in Transilvanien, Pilsen und San Marino unser Winterreiseleiter.

Die erste Station war Brno. Keine 90 Minuten mit dem Auto von Wien entfernt liegt die zweitgrößte Stadt Tschechien. Sie hat eine schöne Altstadt und günstigen Preise für Essen und Bier.

Danach haben wir eine Nacht in Kremsier verbracht. Eine Kleinstadt mit wichtiger Vergangenheit für die Geschichte Österreichs.

Auf der Heimfahrt haben wir noch die Pukava-Höhlen besucht.

Dritte Mann Tour

Für den Besuch von John & Yvonne hab ich einen Nachmittag ganz im Zeichen des Dritten Manns organisiert.

Gestartet sind wir am Karlsplatz mit der Führung zu den Schauplätzen im Untergrund von Wien. Anschließend gings direkt weiter mit dem Dritten Mann Walk durch die Wiener Innenstadt.

Da eine private Führung erst ab ca. 15 Leute finanziell einen Sinn macht, hab ich noch ein paar Freunde motiviert uns zu begleiten. Wir waren also 2 Neuseeländer und 13, die in und um Wien herum wohnen.

Es war für alle gleichermaßen spannend und interessant. Wir haben viel Neues über unsere eigene Stadt erfahren. Die Führerin hat das wunderbar in Deutsch und Englisch präsentiert.

Als Bonus gab sogar eine Live-Zither-Vorführung des berühmten Harry-Lime-Theme.

Die Tour funktioniert auch den Film gesehen zu haben. Aber es hat schon einen Mehrwert, wenn man ihn kennt.

Jedenfalls waren wir alle so begeistert, dass wir beschlossen haben im Frühjahr wieder eine Führung durch die eigene Stadt zu machen.

Besuch aus Neuseeland

Ich kann es eigentlich gar nicht glauben. Im kommenden Jänner ist es 10 Jahre her, das ich mich auf den Weg zum anderen Ende der Welt gemacht habe.

Ich hatte damals eine unglaubliche Zeit. Die mich sicher sehr geprägt hat. Besonders die Zeit im Freiwilligendienst auf einer Schaffarm war einmalig, und wird mir ewig in bester Erinnerung bleiben.
Hier, hier, hier, hier und hier schreibe ich über meine Erlebnisse auf der Farm.

Umso mehr hab ich mich gefreut, dass sich meine damaligen Gastgeber John & Yvonne auf die lange Reise nach Europa machen, und mich auf ihrer Rundreise für ein paar Tage zu besuchen.

Es war einfach so schön, ein kleinen Teil der damals erfahrenen Gastfreundschaft zurückgeben zu können.

2 Tage in Wien, 2 Tage Wachau und Alpenvorland. So habe ich ihnen meine Heimat präsentiert. Wir alle haben die gemeinsamen Tage sehr genossen.

Wir haben sogar rausgefunden, dass es Dank der Globalisierung in dem größeren Supermarkt in Österreich Wein aus dem Heimatort von John & Yvonne gibt.

Südtiroler Bergmuseen

Auf der Heimfahrt haben wir eines der sechs Reinhold Messner Mountain Museen besucht. Am Kronplatz in 2000 Meter Höhe steht das neueste und sicher spektakulärste der Museen.

Das von Zaha Hadid gestaltete Museum is allein schon von der Architektur  mehr als sehenswert. Wunderschön in die Bergwelt integriert. Mit perfektem Ausblick auf die Dolomiten.

„Das Bergsteigen ist die Eroberung des Nutzlosen“

In diesem Museum geht es um die Geschichte des Bergsteigens.

Am ersten Tag in Südtirol war das Wetter zu schlecht fürs Radln. An diesem Tag haben wir uns in Bozen auch auch erste und größte der Bergmuseen auf Schloss Sigmundskron angesehen. Dort ging um die Geschichte der Bergvölker und es Alpinismus.

Die anderen 4 Museen muss ich mal bei einer anderen Gelegenheit nachholen.

Sella Ronda

Nach dem Stelvio sind wir weiter östlich in die Dolomiten gefahren. Um die Sella Ronda mit dem Rennrad zu befahren.
4 Pässe mit gut 2000 hm auf 60 Kilometer rund um den Sella Stock. Hier auf Strava.

Ob im Winter mit Touren- oder Alpinski. Im Sommer mit Mountainbike oder Rennrad. Diese Runde ist landschaftlich einmalig. Das Wetter war gut aber in 2000 Metern doch schon etwas frisch. Warm eingepackt, waren die Abfahrten aber kein Problem.

Hier Fotos von der Sella Ronda:

Am zweiten Tag in dieser Gegend sind wir noch weiter Richtung Osten gefahren und haben uns für diesen Tag ein ordentliches Programm zusammen gestellt. Rauf zur Marmolata über den Fedaia Pass, weiter zum  Passo di Giau und noch der Falzarego. Zurück ging es dann über den Pordoi der zur Sella Ronda gehört.

Insgesamt 3500 hm auf nur 110 Kilometer. Nur rauf und runter den ganzen Tag. Es war herrlich.

Der zweite Tag auf Strava.
Wir hatten unser Quartier für 2 Nächte in Canazei.

Das Col Collective hat auch hier Videos zu den Pässen gemacht:

Stelvio

Nachdem ich im Juli in Frankreich schon einige der höchsten Alpenpässe Europas gefahren bin, war klar, dass auch die Nummer 2 noch auf dem ToDo-Liste steht:
Der Stelvio. Das Stifser Joch.

Von Prad aus sind es 48 nummerierte Kehren die auf gut 1800 Höhenmeter verteilt sind. Asphaltierte Spaghetti. Eine unglaubliche Straße. Einmalig.

Eigentlich wollten wir am autofreien Tag den Stelvio genießen, leider war es durch Schlechtwetter auch ein radfahrfreier Tag.
Wir sind am Tag darauf gefahren. Der Neuschnee vom Vortag hat es dann noch spektakulärer gemacht.

Bei der Abfahrt haben wir noch den Umbrailpass mitgenommen. Der höchste Pass der Schweiz.
Der Ofenpass war auch noch mit dabei.

Hier noch die Fahrt auf Strava.

Das Col Collective hat natürlich auch diesen Pass auf Video festgehalten:

unsere Tour de France 2017

Ich weiß nicht wie ich diese Woche in den Bergen am besten zusammenfassen soll. Es war ein Erlebnis, das mir immer in Erinnerung bleiben wird.

Ein großes Danke natürlich an Mike. Für die perfekte Organisation und alles andere währende der Reise.
Und auch an Pezi, Winni, Gerhard und Holger. Es hat großen Spaß mit euch gemacht.

Insgesamt waren es waren 620 Kilometer, über 16.000 Höhenmeter und knapp 36 Stunden im Sattel.
Die Nummer 1, 3, 5 und 10 der höchsten Alpenpässe waren mit dabei.
Bis auf einen kleinen Sturz und einen Plattfuß hat alles reibungslos funktioniert.

Es gibt noch so viele Geschichten die noch erzählt gehören. Die ganzen verbrannten Kalorien, die man auch wieder zu sich nimmt. Worauf sich die Verdauung auch erst mal einstellen muss. Die tägliche Suche nach dem Trinkwasserbrunnen. ag2r La Mondiale beim Training. Die  Tour de France-Stimmung in Briançon. Der Tourteufel Didi Senft, der  im selben Hotel wie wir genächtigt hat.

Hier noch das von Mike perfekt ausgearbeitete Roadbook, was uns täglich bei der anstetehenden Etappe unterstützte.
Eine genaue Auflistung der Strecken mit Höhenmeter und Kilometer.
Die gesamten Gpx-Files für GPS-Geräte. Falls jemand das Bedürfnis verspürt, diese wunderbare Runde selbst zu fahren.

Hier nochmal die gesamte Runde zur Übersicht:

Auf Ali Fowler möcht ich hier auch nicht vergessen, den ich am Gipfel des Galibier getroffen habe. Der seine persönliche Tour de France etwas ernster nimmt als wir. Seine Mitfahrer und er fahren nämlich 3 Wochen lang durch ganz Frankreich. Auf der Spur von legendären Etappen der Tour.
Hier sein wunderbarer Weblog. Seine Reise auf Strava.

 

TdF | Tag 6 | Zurück nach Italien

Auf dieser unglaubliches Reise durch die Bergwelt Frankreichs ging es am 6. und letzten Tag zurück nach Italien. Der Col d’Izoard gehört zu den großen Klassikern im Radsport. Dieses Jahr war er das Ziel der finalen Bergankunft der Tour. Die Wohnwagen der Fans standen schon fast eine Woche vorher an den entscheidenen Stellen im Anstieg. Seine lange Anfahrt durch die Wälder und die Steinwüsten machen ihn zu einem einzigartigen Erlebnis.

Weiter ging es über den Col Agnel (3. höchster Pass der Alpen) der auch an seinem höchsten Punkt die Grenze zu Italien ist. Der letzte Anstieg der ganzen Reise war über 20 Kilometer lang. Meine Beine waren danach froh, dass es danach nicht mehr nennenswert bergauf ging.

Hier der letzte Fahrtag auf Strava.

Und auch hier hält das Col Collective ein paar Videos bereit:

Den Anstieg sind wir rauf:

Diese Seite sind wir runter:

TdF | Tag 5 | Tag der Klassiker

Am dem fünften Tag haben wir uns ins Radfahrer-Wunderland begeben. Das Wetter war unglaublich. Und mit Alpe d’Huez und Col du Galibier standen zwei absolute Radsport-Monumente auf unserem Plan. Beide waren schon viele Male Teil der Tour de France. Man kann dort den so richtig Radsport inhalieren.
Alpe d’Huez ist ein großer Schiort, den man nach 21 Serpentinen erreicht. Auf denen sich schon oft die Tour entschieden hat.
Eigentlich ist es kein schöner Anstieg, aber für jeden Fan etwas ganz besonders. In jeder Kurve hängt eine Tafel mit Siegern der vergangenen Jahre. Immer in einer Höhe, damit man nicht auf die Idee kommt, eine der Tafeln mitzunehmen.

Dann ging es weiter über den Col de Sarenne und den Col du Lautaret auf den Col du Galibier (5. höchster Pass der Alpen). Ich denke nicht, dass es noch viel schönere Anstiege für einen Rennradfahrer gibt. Die Ausblicke. Die Ruhe. Die Bergwelt. Die Spuren vielen großer Radsportgeschichten. Die vielen anderen Radsport-Pilger auf ihren Rennrädern. Ich habe diese Stunden so dermaßen genossen.

Dieser unglaubliche Tag auf Strava.

Natürlich gibt es diese Anstiege auch vom Col Collective nach anschauen.
Einfach in Ruhe zu Hause genießen:

TdF | Tag 4 | Busfahrertag

Am vierten Tag unserer persönlichen Tour de France war ich für unseren Bus verantwortlich. Meine Aufgabe war es den Bus zum nächsten Quartier zu bringen und ein paar Dinge für die Gruppe zu erledigen. Quasi ein verordneter Ruhetag. Der mir nach den Anstrengungen der letzten Tage ganz gelegen kam. Auch die Ruhe und Entspannung tagsüber war mal eine Abwechslung.
Ich bin am Morgen noch mit auf den Col du Télégraphe gefahren. Der erste, der legendären Tour de France Anstiege. Die Profis sind keine Woche später genau dort hoch.
Ich bin dann zurück zum Bus, die anderen haben noch den Col de la Croix de Fer als Tagesziel gehabt.

Hier meine Fahrt auf den Col du Télégraphe auf Strava.

Der Col de la Croix de Fer ist der erste Anstieg von dem es ein Video vom Col Collective gibt. Es ist zwar nicht die Seite die rauf gefahren sind. Aber um nichts unspektulärer:

TdF | Tag 3 | Das Dach der Tour

Am Tag 3 stand, im wahrsten Sinn des Wortes, der Höhepunkt der Tour am Programm. Der Col de I’Iseran. Die Nr. 1 der höchsten Passstraßen Europas. Leider war hat das Wetter nach der Durchfahrt von Val d’Isére umgeschlagen und ein paar hundert Meter unter der Passhöhe hat es zuerst zu stürmen und dann auch noch zu regnen begonnen.
Auf 2770 Meter kann das dann schnell gehen. Oben angekommen kam der Regen quer daher, und es hatte nur mehr 2 Grad. Ziemlich ungemütlich in kurzen Radlershorts. Wir haben uns dann dort zum Aufwärmen in die Hütte zurück gezogen. Mike, unser Held, hat sich warm angezogen und ist zurück nach Bourg-Saint-Maurice gefahren um uns mit dem Auto von der Passhöhe abzuholen, an eine Weiterfahrt war nicht zu denken.
2 Stunden später hat wieder die Sonne geschienen, wie wenn nichts gewesen wäre. In der Hütte sind wir wenigstens mal Mal zum live Tour de France schauen gekommen.

Hier der Aufstieg auf Strava. Knapp 50 Kilometer bergauf und 2000 Höhenmeter.
Die Abfahrt vom  Col de I’Iseran zu unserem Quartier haben wir alle im Auto hinter uns gebracht. Aber dafür sind wir noch eine Straße gefahren, die quasi direkt in eine Felswand hinein gebaut wurde. Wirklich spektakulär.

Hier auf Strava.

TdF | Tag 2 | Col de Saisies und Cormet de Roselend

Unsere erste Nacht in Frankreich haben wir in einer Mongolischen Jurte verbracht, die im Garten einer Jugendherberge in Chamonix stand. Es hatte seinen eigenen Charme. Leider hat sich der Mont Blanc während unserer ganzen Zeit dort nicht gezeigt. Wir haben ihn erst Tage später aus einiger Entfernung erblicken können.

An diesem Tag sind wir über 3 weitere Pässe gefahren. Den Col de Saisies, beim Aufstieg zum Cornet de Roselend, sind wir über den Col du Pre. Vor allem die Gegend dort um den Stausee, war besonders beeindruckend.

Hier der Tag auf Strava. 130 Kilometer mit über 3100 Höhenmetern.

TdF | Tag 0 & 1 | St. Bernhard groß & klein

An dem Tag der Anreise wäre eigentlich keine Radfahrt geplant gewesen. Aber im Leben kommt es öfters anders als man denkt.
Weil die Autofahrt so gut funktioniert hat, sind wir schon nach 10 Stunden im Aostatal angekommen. Der Wetterbericht war leider für nächsten Tag nicht wirklich gut. So haben wir beschlossen wir kurzfristig noch hoch zum Pass des Großen St. Bernhard zu fahren. Auf dem die Grenze zwischen Schweiz und Italien entlang läuft. Und Heimat der Bernhardiner Hunde ist.

Hier auf Strava. Ein schöner, fast 40 Kilometer langer Anstieg, Auf dem knapp 2.000 Höhenmetern überwunden werden müssen.

Der Wetterbericht hat Recht behalten, und das Wetter war leider an unserem geplanten 1. Etappentag nicht wirklich gut. Wir haben daher beschlossen auf den Kleinen St. Bernard Pass zu fahren. Der eigentlich nicht in unserem Roadbook stand. Fast noch schöner zu fahren, als der Große St. Bernhard am Vortag.

Hier auf Strava. 1336 Höhenmeter auf gut 25 Kilometer.

Velothon Berlin 2017

Nachdem ich schon letztes Jahr beim Velothon Berlin mit Marcs Mountainbike an den 120-Kilometer-Start ging, reizte mich dieses Jahr die neue 180 Kilometer Variante. Eine Kombination aus der 60 und 120 Kilometer Runde.

Also machte ich mich wieder auf in die deutsche Bundeshauptstadt. Dieses Jahr war mein Aufenthalt flexibler als eigentlich erwartet. Ich kam leider nicht bei Valentina und Marc unter, da diese auch gerade umziehen.

Parker, ein ehemaliger Couchsurfing-Gast nahm mich spontan für 3 Nächte in seine WG auf. Was sich als absoluter Glücksgriff erwies. Ich hatte eine so gute Zeit dort. Einfach großartig.

Marc konnte aus Zeitgründen selbst nicht beim Velothon starten. Er hat mir seine rassige Italienerin für das Rennen überlassen. Ich hatte keine Probleme mich auf das Rad einzustellen.

Insgesamt waren über 11.500 Starter beim Velothon mit dabei. Über 1.000 allein auf der langen Distanz. Die Strecke durch Berlin ist topfeben und daher extrem schnell. Es war eine Laktat-Party. Ich hab eine super Gruppe erwischt, die gut funktioniert hat. Radfahren ist doch ein Mannschaftssport.
Nach 4 Stunden 53 Minuten waren die 180 Kilometer auch schon hinter mir. 37 km/h Schnitt.

Hier auf Strava.

Da Valentina und Marc im Laufe des kommenden Jahres nach nach Kasachstan ziehen werden, wird das für eine Zeit lang, mein letzter Start beim Velothon in Berlin gewesen sein.

Von Passau nach Wien in einem Tag geradelt

Am 10. Juni war es soweit. Wie schon angekündigt, bin ich bei der Spenden-Sammelfahrt für den Verein „Herz bewegt“, von Passau nach Wien mitgefahren.

Nach der Besprechung und einem gemeinsamen Abend mit den anderen Teilnehmern, sind wir in der schnellen Gruppe am Samstag, um 7.30 Uhr in Passau los geradelt.

Starker Westwind, tolle Mitfahrer und super Verpflegungsstationen an der Strecke haben die über 300 Kilometer wie im Flug vergehen lassen.
Von Passau bis zum Treffpunkt mit den anderen Gruppen in Zwentendorf hatten wir einen Schnitt von 36 km/h. Einfach unglaublich.

Beim Spenden sammlen sind insgesamt über 51.000 Euro zusammen gekommen. Peter und ich haben unser Ziel von 400 Euro auch erreicht.
Nochmals Danke an alle!

Hier die Fahrt auf Strava.

Tour de Kärnten

Nachdem ich 2 Tage beruflich in Klagenfurt zu tun hatte, bin ich schon einen Tag früher angereist, und hab das traumhafte Wetter für eine Rennrad-Tour durch die Kärntner Seenlandschaft genutzt.

Ich bin fast an allen Seen vorbei gekommen, an denen ich als Kind meine Sommerurlaube verbracht habe.

Sportlich wars auch fordernd, der unrhythmische 16 Kilometer lange Anstieg auf den Dobratsch hat es in sich.

Hier die Tour de Kärnten auf Strava. Montags ging sich noch eine Runde um den Wörthersee aus.

عاصمة | Hauptstadt

Bei meinen Berichten sind wir nun an dem Ort zurück gekehrt, wo diese Reise ihren Ursprung nahm. In der Hauptstadt Muskat. Somit wird das auch mein letzter Eintrag zu dieser Omanreise sein.

Unser erster Ausflug führte in die Altstadt zum Sultanspalast direkt am Meer.

Am Souq in Matrah haben wir uns mit Weihrauch, Myrre und allem anderen für Touristen notwendige eingedeckt.
In einem kleinem Restaurant haben wir eine Runde alter Omani-Männer kennengelernt, die auf das Freitagsgebet warteten. Wir haben uns mit ihnen über eine Stunde über alles mögliche unterhalten und ihre große Gastfreundschaft genossen. Es war einer der besten Momente der gesamten Reise.

Steve und ich konnten natürlich das Laufen am Morgen wieder nicht lassen. Und wie es der Zufall so will, sind wir Mitten in einen Parade des berittenen Omanischen Militärs gekommen. Sultans Qabus ibn Said kleine Yacht Al Said ankerte auch dort im Hafen.

Wir besuchten auch noch das Muscat Festival wo das traditionelle Leben, die Kultur und das Essen des Landes live zu bewundern und ausprobieren gab.

Auch in der Großen Sultan-Qabus-Moschee waren wir zu Besuch. Der Kronleuchter in der großen Gebetshalle ist von Swarvoski gefertigt, und einer der größten der Welt.

Das waren unglaubliche 8 Tage in der Welt von 1000 und einer Nacht. Es gab nur mehr einen Weg. Rein in Flieger und heim ins kalte Europa.

المدن والقرى | Städte und Dörfer

Auf unseren über 1300 Kilometern die wir durch das Land gefahren sind, haben wir in einigen Städten und Dörfern halt gemacht.

Manchmal nur für eine Mittagspause, in Nizwa für ganze 3 Nächte.

Nizwa ist eine Oasenstadt in den Bergen war lange Zeit das religiöse Zentrum des Landes und hat eine Burg und einen großen Markt im Stadtzentrum.

Steve und ich waren auf der Reise einige Male am Morgen gemeinsam laufen. Da bekommt man einen anderen Blick für diese Orte.

In Sur waren wir das erste Mal direkt am Meer. Die Stadt hatte den eigenwilligsten Charakter der ganzen Reise, der sich durch unser abenteuerliches Hotel samt nächtlichen Feuer-Fehlalarm noch verstärkte.

Misfat ist ein kleines Bergdorf, wo wir einen kurzen Spaziergang zu einem kleinen Cafe unternahmen. Der Tourismus in dem Dorf wird immer stärker, was nicht von allen Bewohnern positiv aufgenommen wird.

Und es gibt viele Ort wo der alte Stadtkern in einem der vergangen Kriege zerstört wurde oder einfach verfallen lassen wird. 2 dieser Orte haben wir  besucht. Tanuf:

und Fanja:

وادي | Wadi

Ein wirkliches Highlight auf der Reise waren die Wadis.
Diese ausgetrockneten Flussbette bildeten riesige Schluchten aus.
Sie füllen sich bei starken Regenfällen mit Wasser und es ist dann lebensgefährlich sich dort aufzuhalten.

Als erstes das spektuläre Wadi Tanuf. Das in keinem unserer Reiseführer beschrieben war und deswegen ein für uns Überraschungsfund war:

Das Wadi Shab war nicht weniger spektakulär. Das letzte Stück im Wadi kann man nur schwimmend erreichen. Am Ende kommt man dann in eine unglaublich spektakuläre Höhle mit einem Wasserfall. Dieses Video ist nicht von uns, aber man sieht die Magie dieses Ortes:

Das Wadi Bani Khalid ist ein leicht zugänglich und hat große Wasserflächen und daher auch bei Einheimischen sehr beliebt. Wir haben es wieder ausgiebig zum Baden genutzt:

In das letzte Wadi (direkt unter dem Berg Dschabal Schams, wo wir auch den spektakulären Sonnenuntergang erlebten) haben wir eine kurze Wanderung bei Sonnenuntergang unternommen. Es wird auch der Grand Canyon des Omans genannt:

طعام | Essen

Ein Beitrag über das, was auf jeder Reise wirklich wichtig ist.

Essen

Der Bogen hat sich für uns traditionellen Essen am Boden, Hummus, Fleischspeisen mit Zimt, Gewürze über lokales Fast Food auf einem Festival bis zu frischen Meeresfrüchten und Besuch des Fischmarkts in Muskat gespannt.

Natürlich darf man dabei nicht die köstlichen Datteln vergessen, die uns täglich als Mittagessen vollkommen ausgereicht haben.

Als Ersatz für den nichtvorhandenen oder zu teuren Alkohol haben sich die leckeren frischgepressten Fruchtsäfte angeboten.

برية | Wüste

Eine Nacht haben wir in der Wahiba Wüste verbracht.

Mit dem richtigen Luftdruck in den Reifen hat uns das Navi 37 Kilometer, auf Sandstraßen durch in Wüste, direkt ins Camp geleitet.

Das 1000 Nights Camp war für mich eher ein Wüsten-Disneyland, es hat überhaupt nicht in diese unwirtliche Landschaft gepasst hat. Dort gabs vom Schwimmingpool und klimatisierten Zelt bis zum All-u-can-eat-Buffet alles was das Touristenherz begehrt.

Wenn man jedoch mit dem Jeep ein paar Kilometer raus von Camp gefahren ist, dann konnte man die unendliche Ruhe und Weite der Wüste spüren. Ich hab das sehr genossen.

Ganz konnte ich mich dann doch nicht dem Tourist-Sein entziehen und hab dann ein Fat-Bike im Wüstensand ausprobiert. Macht wirklich Spaß, die Dinger dort zu bewegen, wo sie hingehören.

Nur leider war der Neumond zu hell um die Milchstraße sehen zu können. Aber es wird sicher wieder mal passen, um dieses spezielle Erlebnis genießen zu können.

الجبال والقلاع | Berge und Burgen

Ich habe die Semesterferien im Oman verbracht. Innerhalb kurzer Zeit ist das meine zweite Reise auf die Arabische Halbinsel.
Dieses Mal war ich aber aber nicht allein unterwegs. Mit 2 Mietwagen haben wir zu siebent, dieses unglaublich schöne, interessante Land für eine Woche bereist.

Ich werde diese vielen Eindrücke thematisch in ein paar Blogposts aufteilen. Bin selbst noch am verarbeiten und sortieren des Erlebten.

Im ersten Teil werde ich über Berge und die Burgen auf unserer Reise schreiben. Wir erkundeten die Festungen Jabrin, Nizwa, Al Mintrib und Hisn Tamah:

Einen traumhaften Sonnengang genossen wir auf knapp 2000 Meter am Dschabal Schams im Al Hajar Gebirge. Unterhalb des Berges gibt es eine große Schlucht, die wir an einem anderen Tag besucht haben.

Dieses Video fängt die Stimmung dort oben sehr schön ein. Eddie Vedder hat uns auf dieser Reise immer wieder begleitet:

Zum Abschluss nochmals in die Wüste

Sonntag Nachmittags haben sich Tito und ich nochmals in die Wüste begeben. Genauer gesagt, zum Kamelcamp von Titos Freund, nahe der Saudiarabischen Grenze. Wir sind rechtzeitig zum Füttern der Kamele angekommen. Diese werden aber nur noch als Hobby und aus Erinnerung ans Beduinenleben gehalten.

Wir wurden auf sehr guten Arabischen Kaffee und Tee ins ihr kleines Zelt im Camp eingeladen.
Das gemeinsame Abendessen gabs im großen Familienzelt nahe der Stadt.
Natürlich hat mal überall in der Wüste vollen LTE-Empfang und Satelliten-TV fürs gemeinsame Fußballschauen.

Vor dem Besuch der Kamele wollten wir noch ein paar gebrauchte Ersatzteile für Titos Land Cruiser besorgen. Dafür sind wir an einen sehr schrägen Ort gefahren. Mitten in der Wüste gibts eine Siedlung, wo alle kuwaitischen Schrottautos hingebracht werden. Und von diesen gibts sehr viele. Es war eine Stimmung wie aus einem MadMax-Film. Herrlich. Nebenbei, wir haben auch alle Ersatzteile für einen guten Preis bekommen.
Mittags gabs übrigens noch iranisches Fast Food auf der Motorhaube vom Land Cruiser.

Und somit ist auch mein Aufenthalt in Kuwait fast schon wieder vorbei. Es waren herrliche 4 Tage in Kuwait. Mehr Zeit braucht man auch nicht, um Kuwait zu entdecken. Zu sehen und erleben gibts nicht so viel.
Ich wurde hier mit großer Gastfreundschaft empfangen. Aber es gibt auch viele (kulturellen) Unterschiede, die auf einer Seite sehr schön, aber auf mich auch teilweise etwas verstörend wirken.
Auf jeden Fall hat sich meinem Bild über die Arabische Halbinsel gefestigt. Es ist ein weitgehend positives und freundliches Bild.
Bei uns im Westen ist dieses Bild häufig ein ganz anderes als das, das ich erleben durfte.

Kuwait City & Große Moschee

Sonntag Vormittag habe ich mich allein auf den Weg nach Kuwait City gemacht, um dort die große Moschee und Innenstadt ein wenig anzuschauen.

Die Innenstadt ist eigentlich nichts besonderes.  Nur ein paar Wolkenkratzer und ein paar lebensgefährliche Kreuzungen für Fußgänger. Überall wird gebaut. An manchen Ecken fühlt man sich wie Mitten im Mumbai.

Aber dafür ist die Große Moschee um so beeindruckender. Echtes Gold wohin man blickt. Der große Gebetssaal kann bis zu 10.000 Betende aufnehmen. Ich habe bei der Tour durch die Moschee einen weiteren Tourist getroffen. Einen jungen Indonesier. Gratis Eintritt. Man bekommt Tee und Kekse serviert, während man auf den Beginn der Führung wartet.

Alltag in Kuwait

Touristen gibts so gut wie keine in Kuwait. Daher auch keine Touristenattraktionen. Allein ein paar Postkarten aufzutreiben, war mehr als schwierig. In meinen 4 Tagen hier im Land hab ich somit schon ziemlich alles gesehen, was es zu sehen gibt.

Ich war mit Tito bei einem Bruder vom ehemaligen König zum Essen eingeladen. Es war war ein außergewöhnliches Ereignis.

Das Land hat viele merkwürdige Regeln und Gesetze, aber keiner hält sich an diese. Für alles wird ein Weg gefunden, diese zu biegen oder zu umgehen.

Ich war kurz im momentan nur zweitgrößten Einkaufszentrum der Welt. Aber keine Sorge, es wird schon angebaut, damit es wieder das größte wird. Absolut nicht meine Welt.

Wir sind hier auch an kilometerlangen Ölfeldern vorbei gefahren. Die in jeder Sekunde unvorstellbare Summen an Petrodollars erzeugen.
Der Ölpreis ist hier staatlich festgesetzt. Für 55 Liter Benzin haben wir nicht mal 15 Euro bezahlt.
Die Erinnerungen an den 2. Golfkrieg sind teilwiese noch zu sehen. Wir haben eine Gedenkstätte besucht. Das alles ist erst 1991 passiert. Noch gar nicht so lange her …

 

Laufen in Kuwait

Ein weiteres sportliches Highlight stand in Kuwait noch auf dem Programm. Tito und ich haben am Spark Marathon 2017 teilgenommen.

Ich habe mich am Halbmarathon versucht. Tito hat aus Verletzungsgründen seine Teilnahme am Marathon abgesagt und ist neben mir eine lockere Trainingseinheit mitgelaufen.

Auf einer gesperrten teilweise 4-spurigen Straße an der windigen Golfküste entlang, und auf der gleichen Strecke wieder zurück.
Alles etwas unorganisiert. Halt typisch arabisch.
Wenig Zuseher und andere Teilnehmer. Der Lauf selbst war deswegen streckenweise etwas langweilig.
Für mich gabs trotzdem viel zu sehen, deswegen war auch meine erreichte Zeit diesmal nichts besonders.

Mein Kuwait-Touristenlauf auf Strava.