Stelvio

Nachdem ich im Juli in Frankreich schon einige der höchsten Alpenpässe Europas gefahren bin, war klar, dass auch die Nummer 2 noch auf dem ToDo-Liste steht:
Der Stelvio. Das Stifser Joch.

Von Prad aus sind es 48 nummerierte Kehren die auf gut 1800 Höhenmeter verteilt sind. Asphaltierte Spaghetti. Eine unglaubliche Straße. Einmalig.

Eigentlich wollten wir am autofreien Tag den Stelvio genießen, leider war es durch Schlechtwetter auch ein radfahrfreier Tag.
Wir sind am Tag darauf gefahren. Der Neuschnee vom Vortag hat es dann noch spektakulärer gemacht.

Bei der Abfahrt haben wir noch den Umbrailpass mitgenommen. Der höchste Pass der Schweiz.
Der Ofenpass war auch noch mit dabei.

Hier noch die Fahrt auf Strava.

Das Col Collective hat natürlich auch diesen Pass auf Video festgehalten:

Über Tschechien und Bayern ins Salzkammergut

Nach Grado, zum Bodensee und Großglockner-Neusiedlersee war ich auch dieses Jahr wieder dieses Jahr bei der Ausfahrt vom Ronny Bauer mit dabei.

Diesmal gings von Traisen übers Waldviertel nach Tschechien in den Böhmischen Wald, weiter nach Bayern und Ziel war die Bergankunft auf der Postalm beim Wolfgangssee.

Obwohl kein großer Anstieg dabei war, sind es über 8.000 hm in 4 Tagen geworden. Kein flaches Stückerl Straße zwischen Donau und Bayern.
Ich hätte die Gegend in diesem Dreiländereck nicht als so schön eingeschätzt. Ich war wirklich überrascht und beigeistert. Auch Český Krumlov hätte ich nicht so erwartet, ein wunderschöner, historischer Stadtkern und Burg. Und wirklich viele Touristen.

Leider gab es auch ein unschönes Erlebnis auf der 2. Etappe.
Ein niederländisches Wohnwagengespann hat uns auf einer total unübersichtlichen Stelle versucht zu überholen, und es wegen Gegenverkehr nicht geschafft, und uns dabei von der Straße gedrängt. Die beiden vorderen Fahrer sind dabei gestürzt. Es zum Glück alles noch halbwegs gut ausgegangen. Der Fahrer ist kurz stehen geblieben, und dann doch weiter gefahren. Wir haben Anzeige wegen Fahrerflucht und Körperverletzung bei der tschechischen Polizei erstattet.
Das war mein erster schwerer Zwischenfall mit einen überholenden Auto, da merkt man wieder, wie schnell sowas gehen kann, und wie hilflos man doch ist.

Hier noch die Tagesetappen auf Strava:
Tag 1 | Traisen –> Český Krumlov
Tag 2 | Český Krumlov –> Zwiesel
Tag 3 | Zwiesel –> Straßwalchen
Tag 4 | Straßwalchen –> Postalm

 

unsere Tour de France 2017

Ich weiß nicht wie ich diese Woche in den Bergen am besten zusammenfassen soll. Es war ein Erlebnis, das mir immer in Erinnerung bleiben wird.

Ein großes Danke natürlich an Mike. Für die perfekte Organisation und alles andere währende der Reise.
Und auch an Pezi, Winni, Gerhard und Holger. Es hat großen Spaß mit euch gemacht.

Insgesamt waren es waren 620 Kilometer, über 16.000 Höhenmeter und knapp 36 Stunden im Sattel.
Die Nummer 1, 3, 5 und 10 der höchsten Alpenpässe waren mit dabei.
Bis auf einen kleinen Sturz und einen Plattfuß hat alles reibungslos funktioniert.

Es gibt noch so viele Geschichten die noch erzählt gehören. Die ganzen verbrannten Kalorien, die man auch wieder zu sich nimmt. Worauf sich die Verdauung auch erst mal einstellen muss. Die tägliche Suche nach dem Trinkwasserbrunnen. ag2r La Mondiale beim Training. Die  Tour de France-Stimmung in Briançon. Der Tourteufel Didi Senft, der  im selben Hotel wie wir genächtigt hat.

Hier noch das von Mike perfekt ausgearbeitete Roadbook, was uns täglich bei der anstetehenden Etappe unterstützte.
Eine genaue Auflistung der Strecken mit Höhenmeter und Kilometer.
Die gesamten Gpx-Files für GPS-Geräte. Falls jemand das Bedürfnis verspürt, diese wunderbare Runde selbst zu fahren.

Hier nochmal die gesamte Runde zur Übersicht:

Auf Ali Fowler möcht ich hier auch nicht vergessen, den ich am Gipfel des Galibier getroffen habe. Der seine persönliche Tour de France etwas ernster nimmt als wir. Seine Mitfahrer und er fahren nämlich 3 Wochen lang durch ganz Frankreich. Auf der Spur von legendären Etappen der Tour.
Hier sein wunderbarer Weblog. Seine Reise auf Strava.

 

TdF | Tag 6 | Zurück nach Italien

Auf dieser unglaubliches Reise durch die Bergwelt Frankreichs ging es am 6. und letzten Tag zurück nach Italien. Der Col d’Izoard gehört zu den großen Klassikern im Radsport. Dieses Jahr war er das Ziel der finalen Bergankunft der Tour. Die Wohnwagen der Fans standen schon fast eine Woche vorher an den entscheidenen Stellen im Anstieg. Seine lange Anfahrt durch die Wälder und die Steinwüsten machen ihn zu einem einzigartigen Erlebnis.

Weiter ging es über den Col Agnel (3. höchster Pass der Alpen) der auch an seinem höchsten Punkt die Grenze zu Italien ist. Der letzte Anstieg der ganzen Reise war über 20 Kilometer lang. Meine Beine waren danach froh, dass es danach nicht mehr nennenswert bergauf ging.

Hier der letzte Fahrtag auf Strava.

Und auch hier hält das Col Collective ein paar Videos bereit:

Den Anstieg sind wir rauf:

Diese Seite sind wir runter:

TdF | Tag 5 | Tag der Klassiker

Am dem fünften Tag haben wir uns ins Radfahrer-Wunderland begeben. Das Wetter war unglaublich. Und mit Alpe d’Huez und Col du Galibier standen zwei absolute Radsport-Monumente auf unserem Plan. Beide waren schon viele Male Teil der Tour de France. Man kann dort den so richtig Radsport inhalieren.
Alpe d’Huez ist ein großer Schiort, den man nach 21 Serpentinen erreicht. Auf denen sich schon oft die Tour entschieden hat.
Eigentlich ist es kein schöner Anstieg, aber für jeden Fan etwas ganz besonders. In jeder Kurve hängt eine Tafel mit Siegern der vergangenen Jahre. Immer in einer Höhe, damit man nicht auf die Idee kommt, eine der Tafeln mitzunehmen.

Dann ging es weiter über den Col de Sarenne und den Col du Lautaret auf den Col du Galibier (5. höchster Pass der Alpen). Ich denke nicht, dass es noch viel schönere Anstiege für einen Rennradfahrer gibt. Die Ausblicke. Die Ruhe. Die Bergwelt. Die Spuren vielen großer Radsportgeschichten. Die vielen anderen Radsport-Pilger auf ihren Rennrädern. Ich habe diese Stunden so dermaßen genossen.

Dieser unglaubliche Tag auf Strava.

Natürlich gibt es diese Anstiege auch vom Col Collective nach anschauen.
Einfach in Ruhe zu Hause genießen:

TdF | Tag 4 | Busfahrertag

Am vierten Tag unserer persönlichen Tour de France war ich für unseren Bus verantwortlich. Meine Aufgabe war es den Bus zum nächsten Quartier zu bringen und ein paar Dinge für die Gruppe zu erledigen. Quasi ein verordneter Ruhetag. Der mir nach den Anstrengungen der letzten Tage ganz gelegen kam. Auch die Ruhe und Entspannung tagsüber war mal eine Abwechslung.
Ich bin am Morgen noch mit auf den Col du Télégraphe gefahren. Der erste, der legendären Tour de France Anstiege. Die Profis sind keine Woche später genau dort hoch.
Ich bin dann zurück zum Bus, die anderen haben noch den Col de la Croix de Fer als Tagesziel gehabt.

Hier meine Fahrt auf den Col du Télégraphe auf Strava.

Der Col de la Croix de Fer ist der erste Anstieg von dem es ein Video vom Col Collective gibt. Es ist zwar nicht die Seite die rauf gefahren sind. Aber um nichts unspektulärer:

TdF | Tag 3 | Das Dach der Tour

Am Tag 3 stand, im wahrsten Sinn des Wortes, der Höhepunkt der Tour am Programm. Der Col de I’Iseran. Die Nr. 1 der höchsten Passstraßen Europas. Leider war hat das Wetter nach der Durchfahrt von Val d’Isére umgeschlagen und ein paar hundert Meter unter der Passhöhe hat es zuerst zu stürmen und dann auch noch zu regnen begonnen.
Auf 2770 Meter kann das dann schnell gehen. Oben angekommen kam der Regen quer daher, und es hatte nur mehr 2 Grad. Ziemlich ungemütlich in kurzen Radlershorts. Wir haben uns dann dort zum Aufwärmen in die Hütte zurück gezogen. Mike, unser Held, hat sich warm angezogen und ist zurück nach Bourg-Saint-Maurice gefahren um uns mit dem Auto von der Passhöhe abzuholen, an eine Weiterfahrt war nicht zu denken.
2 Stunden später hat wieder die Sonne geschienen, wie wenn nichts gewesen wäre. In der Hütte sind wir wenigstens mal Mal zum live Tour de France schauen gekommen.

Hier der Aufstieg auf Strava. Knapp 50 Kilometer bergauf und 2000 Höhenmeter.
Die Abfahrt vom  Col de I’Iseran zu unserem Quartier haben wir alle im Auto hinter uns gebracht. Aber dafür sind wir noch eine Straße gefahren, die quasi direkt in eine Felswand hinein gebaut wurde. Wirklich spektakulär.

Hier auf Strava.