Keine Reise nach Kuwait für mich

18-11-2016_kuwait_black

Eigentlich sollte ich in diesem Moment in warmen Kuwait sein, und ein bisschen orientalisches Lebensgefühl genießen.

Leider kam alles ein bisschen anders als erwartet.

Mein Reisepass läuft im Ende April 2017 ab. Für die Einreise nach Kuwait muss er 6 Monate gültig sein. Das wäre er am Tag des Fluges gewesen.
Das habe ich mir auch im vorhinein bestätigen lassen, leider nicht schriftlich.
Nur hat eine Mitarbeiterin der Airline in Istanbul durch Unwissenheit/Willkür es so ausgelegt, dass das für den ganzen Monat November gilt und hat mich nicht ins Flugzeug nach Kuwait gelassen.

So habe ich die Nacht in Istanbul verbracht und in der Zwischenzeit mit der Botschaft in Kuwait und dem Konsulat in Istanbul telefoniert, die mir beide das gleiche nochmals bestätigt haben. Ich darf mit meinem Reisepass nach Kuwait einreisen.

Leider hat die Fluglinie davon nicht überzeugen lassen, und mir keine Möglichkeit auf einen Weiterflug ermöglicht.
Mir wurde nur angeboten, einer gratis Umbuchung zurück nach Wien, auf dass ich nach stundenlangen diskutieren und warten eingegangen bin.

Zum Glück hatte ich keine weiteren Reservierungen für Kuwait gemacht. Ich bleibe nur den Flugkosten und 3 Tagen Urlaub sitzen geblieben.

Wie hat schon ein großer Österreicher vor mir schon gesagt: „I’ll be back“
Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann doch noch nach Kuwait.

Beim Boarding nach Wien sah ich junge, arabische Frauen mit Kindern beim Gate sitzen vor ihnen lagen Reisepässe der Republik Syrien. Ich habe nicht die ganze Geschichte erfahren. Aber der Ausdruck ihrer Gesichter hat eindeutig gesagt, das meine kleinen Urlaubsprobleme wirklich unwichtig sind. Ich darf ja einfach in mein schönes, sicheres Leben in Österreich zurück.

Das Leben geht weiter.

Die Welt zu Gast bei mir Zuhause

Seit einiger Zeit lasse ich ja immer wieder Radfahrer auf meiner Couch übernachten. Die Anfragen kommen über warmshowers.org und Couchsurfing.com. Dieses Wochenende haben sich wieder zwei Gäste aus Rotterdam angekündigt.

Sie sind mit ihren Fahrrädern aus Holz auf dem Weg von den Niederlanden nach Mekka. Sie haben sich vorgenommen in 7 Wochen dort anzukommen. Besonders spannend fand ich ihre Holzräder und die Gründe warum sie im November durch ganz Europa radeln.

Es war wie immer eine schöne Erfahrung meine Wohnung mit ihnen zu teilen. Beim gemeinsamen Abendessen und Frühstück war es herrlich von ihrer Motivation und den kleinen Abenteuern zu hören und über Gott und die ganze restliche Welt zu philosophieren. Ich hab dann noch mit einem Fahrradschlauch ausgeholfen und sie noch ein Stück ihres Weges begleitet und bin natürlich auch die Holzfahrräder probegefahren. Ihre Reise kann man auf Facebook verfolgen.

Wenn man nicht in der Welt unterwegs sein kann, muss die Welt zu einem heim kommen.

Wolfgangseelauf 2016

Mein Laufhighlight dieses Jahr waren eindeutig die 27 Kilometer um den Wolfgangsee. Das Wetter war für Mitte Oktober mehr als perfekt.

Meine persönliche Vorgabe war nach 2,5 Stunden wieder zurück in St. Wolfgang zu sein. Mit 2 Stunden 29 Minuten hab ich das auch genau erreicht.  Und hab mich damit selbst um einige Minuten verbessert zu letzten Jahr.

Matthias und Pi sind die kürzeren Distanzen gelaufen. Und waren von der Veranstaltung genauso begeistert wie ich.

Von Osttirol an die Adria auf dem Mountainbike

Ich bin gemeinsam mit Jürgen und 4 anderen Mountainbikern und unserem Guide Markus in einer Woche von Osttirol an die Adria gefahren.

Die Strecke ging über die Karnischen Alpen, die östlichen Dolomiten, Venezien und Friaul bis an die Adria. Durch Österreich, Italien und Slowenien.

Er selbst ist die Strecke so noch nie gefahren. Also eine kleine Erkundungstour für uns. Mit teilweise nicht so erwarteten Herausforderungen. (z.B. 35 % Anstiege, die schon zum Schieben fast zu steil sind, 1300 hm in einer Abfahrt mit 27 Kehren auf nur 6 Kilometer)

Die ersten Tage waren wir im hochalpinen Gelände auf bis ca. 2000 hm unterwegs. Das Wetter hat zum Glück perfekt für diese Höhen gepasst.

Dann wurde die Gegend flacher, und die Vegetation grüner. Weingärten und Feigenbäume luden zum Naschen direkt am Straßenrand ein.

Aber die Strecken blieben bis zum Schluss fordernd und wunderbar zu fahren.

Am 5. Tag sind wir einen Giro’Itaila-Anstieg aus dieses Jahr gefahren. Man spürt dort richtig welchen Stellenwert der Radsport in Italien hat.

Nach 7 anstrengenden Tagen war endlich das Ziel erreicht. Das Meer.

Hier noch die genauen Tagesetappen auf Strava:
Tag 0 | Einrollen im Lesachtal
Tag 1 | Obertilliach bis San Pietro Di Cadore
Tag 2 | San Pietro Di Cadore bis Sauris du Sotto
Tag 3 | Sauris Di Sotto bis Venzone
Tag 4 | Venzone bis Attimis
Tag 5 | Attimis bis Cividale
Tag 6 | Cividale bis Cormons
Tag 7 | Cormons bis Duino

Vom höchsten zum tiefsten Punkt Österreichs

Nach Rennradfahrt nach Grado und zum Bodensee war ich auch dieses Jahr bei der Mehrtages-Ausfahrt vom Ronny Bauer mit dabei.

Dieses Mal gings mal in umgekehrter Reihenfolge los. Zuerst mit dem Bus nach Kärnten und dann mit dem Rad zurück in die Heimat.

Am Plan standen 5 Bundesländer, 590 Kilometer und ca. 6.000 Höhenmeter in 4 Tagen.
Vom Großglockner zum Neusiedlersee. Vom höchsten zum tiefsten Punkt Österreichs.

Leider war das Wetter die ersten beiden Tage nicht ideal und +2° Celsius, Nebel und Wind am Großglockner sehr eisig kalt. Die 12 Kilometer Abfahrt nach Bruck war schon sehr grenzwertig.

Erst am 2. Tag, nach dem wir Gesäuse hinter uns gelassen hatten, wurde das Wetter wirklich dauerhaft besser und wir sind dann auf unsere 30° Temperaturunterschied in 3 Tagen gekommen.
Dafür hat die restliche Fahrt zum Neusiedlersee und Tags darauf nach Hause uns fürs kalte Wetter entschädigt.

Es war wieder eine großartig organisierte Ausfahrt mit super Leuten. Bin auch im nächsten Jahr wieder gern mit dabei.

Tag 1 Teil 1Tag 1 Teil 2, Tag 2, Tag 3 & Tag 4 auf Strava.

 

4 Seen-Runde im Salzkammergut

Die spontanen Ideen sind doch meistens die besten.
So auch dieses Mal. Mitte der Woche beschlossen Simon und ich gemeinsam eine Runde mit dem Rennrad im Salzkammergut zu fahren.

Wir fuhren Freitag Nachmittag in Richtung Westen, waren am Mondsee baden. Dann gings weiter nach Salzburg. Wo wir in Michelles Wohnung übernachten konnten. In Salzburg sahen wir sogar noch den Einzug des Jedermanns am Domplatz.

Samstag sind wir früh los, um dem Autoverkehr und der Hitze zu entgehen. Gestartet in St. Gilgen, sind wir die 4 großen Seen abgefahren. Es war so herrlich. Wirklich optimale Bedingungen.
Ab dem Attersee ist dann Erwin ein Stück mit uns gefahren und hat als Touristenführer ausgeholfen.
Nach der Runde waren wir noch im Wolfgangsee abkühlen. Dann gings auch schon wieder heimwärts.

Der Ausflug war leider nur kurz. War es aber auf jeden Fall wert.

Velothon Berlin

Ich war letztes Wochenende relativ spontan in Berlin um mit Marc gemeinsam am Velothon teilzunehmen. Da ich nur mit Handgepäck im Flieger dabei hatte, bin ich auf Marcs gutem, altem 26″-Cannondale-Mountainbike das Rennen gefahren. Natürlich nicht die optimale Wahl für ein knapp 120 Kilometer Rennen auf Asphalt mit nur gut 300 Höhenmeter.  (Fast) alle anderen waren auf Rennrädern unterwegs.

Bis Kilometer 35 war alles in Ordnung, sind gut im Feld mitgerollt. Dann hat ein Radler hinter mit eine Verkehrsinsel übersehen und dabei mein Hinterrad touchiert. Leider hat mir dieser Faststurz eine Speiche und ein paar Gänge bei meiner Schaltung gekostet und ich musste mit 3 hohen Gängen weniger ins Ziel fahren. Trotz der ungeplanten Pausen und den schlechteren Übersetzung bin ich dann doch noch mit einem 32er-Schnitt ins Ziel gerollt.

Das Event war super organisiert. Insgesamt sind über 8800 Starter auch wieder im Ziel angekommen. Die Strecke durch Berlin war auch gut ausgesucht und perfekt abgesichert.

Hier noch ein paar Bilder wo ich mich sonst noch in Berlin rumgetrieben habe. Waren ein paar sehr angenehme Tage bei guten Freunden. Ohne viel Stress und Sightseeing. Berlin ist ein großartige Stadt und gefällt mir einfach immer sehr gut.

Hier noch 2 Videos von der Brompton Faltrad Weltmeisterschaft die dieses Jahr im Rahmen des Velothons statt gefunden hat. Eine super Veranstaltung mit toller Stimmung. Von sportlich motiviert bis Spaßfahrer war dort alles dabei.

Nächstes Jahr gerne wieder, und dann mal mit einem Rennrad.